S t a r t s e i t eN e w s D a t e n b a n k L i n k s K o m m u n i k a t i o n
  
Zeitlich befristete Sperrungen laufen aus! (18.07.2005)

Seit dem vergangenen Wochenende sind viele Felsen wieder frei für den Klettersport. Dass die Zusammenarbeit von Klettersport und Naturschutz Früchte trägt, zeigen in dieser Saison nicht nur gute Bruterfolge.

Seit dem 15. Juli dürfen die meisten wegen Vogelschutzes gesperrten Felsen wieder beklettert werden. Röthelfels, Matterhornwand, Wolkensteiner Wand, Rabenecker Wand, Egloffsteiner Gemsenwand und viele weitere sind nun wieder für den Klettersport zugänglich. Noch bis Ende Juli gesperrt bleiben dagegen Teile der Holzgauer Wand, die Kuhleutner Wand, die Leo Maduschka Gedenkwand, die Behringer Gedenkwand, der Geckofels, die Norisbabawand, die Püttlachtaler Wand, Teile der Schlöttermühler Wände, die Todsfeldwand, der Rabenfels, die Brosinnadel und die Oeder Wand. Bitte beachtet diese Sperrungen unbedingt! Genauere Infos findet ihr auf der Sperrungsliste, die wir auf den aktuellen Stand gebracht haben.

Für die laufende Saison ziehen Naturschutzbehörden und Landesbund für Vogelschutz eine sehr erfreuliche Zwischenbilanz. Nach einer ersten Zählung wurden heuer mindestens 25 Wanderfalkenjunge und 10 Uhujunge flügge. Diese Zahl wird wahrscheinlich noch deutlich zunehmen, da große Teile des Frankenjuras in dieser Statistik noch nicht berücksichtigt sind. Lobenswert aus Sicht des Landesbundes für Vogelschutz ist, das die Sperrungsauflagen vom Klettersport beachtet werden: In diesem Jahr wurden dem Wanderfalkenexperten Edmund Abel vom LBV trotz zahlreicher Kontrollen keine Verfehlungen durch Kletterer bekannt.

Unerfreulich dagegen war ein Zeitungartikel, der in den Lokalteilen mehrerer Zeitungen erschien. Dieser war mehr oder weniger frei erfunden und machte Kletterer für schwere Verletzungen eines Jungvogels am Geckofels bei Aalkorb verantwortlich. Der Vorwurf eines Jägers, Kletterer hätten „laut gröhlend“ ein Kletterverbot missachtet, hat sich schnell als haltlos erwiesen. Erstaunlicherweise waren die „Jungs vom Vogelschutz“ die ersten, die mit öffentlichen Gegendarstellungen den Klettersport in Schutz nahmen und bei den verantwortlichen Lokalredaktionen protestierten.

Die positivste Nachricht ist allerdings, dass einige überflüssige Sperrungen aufgehoben wurden: In diesem Jahr sind drei Felsen von der jährlich wiederkehrenden Sperrungsliste gestrichen worden, nachdem dort schon seit Jahren keine Brutversuche festgestellt wurden. Der Moskitorock und die Folterkammer im Nestelgrund sowie der Sprungstein im Hirschbachtal dürfen jetzt wieder ganzjährig beklettert werden.


Diavortrag : „Buenos dias El Gigante“ von Patrick Matros (01.07.2005)

Entnervt vom fränkischen Regenwetter entschlossen sich Patrick Matros und Peter Baumeister kurzerhand für einen Klettertrip nach Mexico.

Geplant war die erste Rotpunktbegehung der 28-Seillängenroute "Logical Progression" im Candamena-Canyon, die von Peter Baumeister zusammen mit Luke Laeser und Bert van Lint schon 2002 erstbegangen wurde. Diese Unternehmung konnte aber wegen logistischer Probleme nicht durchgeführt werden. Dafür erschlossen die beiden zahlreiche Sportkletterrouten bis zum Grad 5.13d und mit „Painkiller“ V12 einen der schwersten Boulder Mexikos. Nach dieser „Erschließungswelle“ eignet sich das Gebiet des Candamena-Canyon nun für sämtliche Spielarten des Kletterns vom Bouldern (bisher ca. 25 Boulder von V0 bis V12) über Ein- und Mehrseillängentouren auf hohem Niveau ("Subiendo del Arcoiris" 5.13c; 10 SL.) bis hin zu ca.5 Big Walls am legendären El Gigante.
Statt Massenkletterei steht hier jedoch in menschenleeren Canyons der Abenteueraspekt im Vordergrund. Wer danach vom Klettern noch nicht genug hat, kann noch einen Besuch im mexikanischen Top-Klettergebiet „Potrero Chico“ anhängen ...

Der Diavortrag über diese Unternehmung findet am 7. Juli 2005 um 20.00 Uhr im Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen statt und verspricht einen informativen Vortrag mit packenden Bildern aus Mexico.


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