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Schützt die Natur auch für den Menschen - Eine vorbildliche Aktion für den Klettersport ...

Alle Jahre wieder finden im Winter diverse Hetztiraden gegen den fränkischen Klettersport statt. Dann wird zumeist ein Bild von der Spezies des gemeinen Outdoorkletterers gezeichnet, der wohl als größter Feind Frankens bezeichnet werden darf. Die Reaktion des Klettervolkes auf derartige Artikel war bislang in der Öffentlichkeit kaum spürbar. Man schimpfte zwar im kleinen Kreis munter vor sich hin, jedoch blieb eine Richtigstellung in der Öffentlichkeit immer aus. Doch diesmal kam es anders ...


Schauplatz des diesjährigen Spektakels ist das Obermain-Tagblatt mit Sitz in Oberfranken. Unter dem Slogan "Felsen im Kleinziegenfelder Tal schützen" berichtete die Zeitung vor einer guten Woche im Rahmen ihres "Sorgentelefons" über die Anregung eines Lesers, der eine stärkere Beschränkung des Klettersports fordert. Kletterer würden den seltenen Uhu stören und durch Lagerfeuer sogar Waldbrandgefahr verursachen. Vor allem Anfänger und Jugendliche gingen uninformiert an die Felsen, ergänzt der zuständige Vertreter der Naturschutzbehörde.



Dieser Artikel löste im Kletterlager die übliche Empörung aus. Auch bei Jürgen Kremer, aktiver Kletterer, Erstbegeher und Abonnent der Zeitung tat sich Unmut auf. Er entschloss sich, einen Leserbrief an die Zeitung zu schreiben, der Hintergründe erklärt, Vorurteile ausräumt und Anschuldigungen zurückweist. In diesem Artikel stellt er die Bedeutung des Kleinziegenfelder Tales für das Frankenjura heraus, unterstreicht den Stellenwert des Klettersports für den Tourismus, und betont die Kompromissfähigkeit der Kletterer und ihrer Verbände, die Ausdruck finden in verschiedenen Kletterkonzeptionen.
Jürgen Kremer schrieb durchdacht, sachlich und ohne zu provozieren. Und er schrieb mit der Option, dass die vielen Stunden Arbeit umsonst waren, weil der Artikel mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin im Papierkorb der besagten Zeitung enden würde.

Die vielen Stunden Arbeit waren nicht umsonst. Die Redaktion der Zeitung veröffentlichte Jürgen Kremers Leserbrief an einem der folgenden Tagen ungekürzt. So konnten sich 50 000 Oberfranken auf einem halbseitigen Artikel davon überzeugen, dass Kletterer weder Uhus jagen noch Waldbrände provozieren, dass ihnen aber sehr viel am Erhalt ihrer natürlichen Umwelt liegt und sie sich auch, wenn es sich um sinnvolle Sperrungen handelt, immer kompromissfähig zeigen.
Was lernen wir daraus? Die IG-Klettern leistet gute Arbeit, wenn es darum geht, im Rahmen der Kletterkonzepte sich für den Erhalt von Felsen einzusetzen. Wir müssen uns aber alle immer wieder dafür engagieren, dass diese Regelungen Bestand haben. Ein wichtiger Schlüssel dazu ist die Gunst der Öffentlichkeit.

Einen ausführlichen Bericht findest Du unter www.kletterphoto.de. Dort stehen sowohl "Felsen im Kleinziegenfelder Tal schützen" als auch der Leserbrief "Schützt die Natur auch für die Menschen" von Jürgen Kremer.
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