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In eigener Sache: Felssperrungen im Frankenjura.
Wir wollen die aktuellen Informationen über Sperrungen in Franken zum Anlass nehmen, um kurz unsere Sichtweise zu diesem umstrittenen Thema darzulegen. Wir meinen, dass Felssperrungen unbedingt eingehalten werden müssen.
Die meisten Sperrungen, egal ob per Verordnung oder durch selbstauferlegten Kletterverzicht, sind aus Naturschutzgründen sinnvoll. Allerdings gibt es auch unsinnige Kletterverbote. Manchmal werden Felsen unter dem Vorwand des Naturschutzes gesperrt, wobei dahinter knallharte eigennützige Interessen stehen. Dennoch meinen wir, dass auch solche Verbote eingehalten werden sollten, weil ein Nichtbeachten die Position der Kletterer bei Behörden und in der Öffentlichkeit schwächen würde. Kletterer werden ohnehin gerne als Naturzerstörer dargestellt, wie ein kürzlich erschienener Artikel in den "Nürnberger Nachrichten" (14.11.00) zeigt. In dieser Weise kann ein missachtetes Verbot schnell zu einem Imageverlust und damit zu weiteren Sperrungen führen.
Sperrungsinfos bei Frankenjura.com
Auf unserer Seite werden wir Sperrungen schnell und möglichst benutzerfreundlich dokumentieren. Dies ist uns durch eine enge Zusammenarbeit mit der IG-Klettern möglich.
In unserer Datenbank sind alle Felssperrungen eingearbeitet und werden auf aktuellem Stand gehalten. In den Beschreibungen der Felsen wird in der Rubrik "Sperrungen" auf bestehende Verbote hingewiesen. Demnächst werden wir dort auch über bestehende Zonierungskonzepte informieren. In unseren Routeninfos sind Sperrungen durch ein Symbol auf einen Blick zu erkennen. Das erspart lästiges Durchforsten aktueller Sperrungslisten. Und bei kurzfristigen Sperrungen oder auch Freigaben informieren wir schnell und unkompliziert durch unseren Newsletter.
Gegen Veröffentlichungsstopp
Trotz - oder gerade weil - unseres Erachtens bestehende Kletterverbote eingehalten werden sollten, werden wir in der Datenbank auch alle gesperrten Felsen führen. So wird verhindert, dass Verbote nicht aus Unwissenheit missachtet werden. Darüber hinaus sollen gesperrte Felsen, zumal die unsinnig gesperrten, weiterhin präsent bleiben. Dadurch werden Verbote in der öffentlichen Diskussion bleiben und so auf Ihren Nutzen und ihre Rechtmäßigkeit hin überprüft werden können. Dagegen werden wir die Lage sensibler Klettergebiete, die nur geduldet sind und durch eine starke Frequentierung von einer Sperrung bedroht wären, nicht veröffentlichen. Wir stellen uns aber entschieden gegen prinzipielles Nichtveröffentlichen von neuen oder älteren unbekannten Gebieten. Dies verschlechtert auf lange Sicht die Position des Klettersportes im Frankenjura, da so das Klettergebiet nach außen an Attraktivität verlöre. Klettersportler stellen mittlerweile für den Fränkischen Tourismus eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle dar und gewinnen dadurch auch in der Bevölkerung an Ansehen. Langfristig wird nur eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung unseren Sport sichern und zukünftig unsinnige Kletterverbote verhindern.
Eigene Meldungen zum Thema:
Felssperrungen in Franken
(07.02.01)
Links zum Thema: (Frankenjura.com ist für deren Inhalt nicht verantwortlich)
Artikel der Nürnberger Nachrichten vom 14.11.00 (climbing.de)
Homepage der IG-Klettern Frankenjura und Fichtelgebirge e.V.
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